Umstieg auf Blended Learning - Ängste, Herausforderungen, Chancen

Eine große Veränderung steht an. In deiner Organisation sollen alle Kurse auf ein Blended Learning Format umgestellt werden. Was bedeutet das für dich als ReferentIn persönlich und worauf musst du dich jetzt einstellen? Hier wollen wir  dir die Angst an diesem zugegeben großen Schritt nehmen und Möglichkeiten aufzeigen, die Blended Learning mit sich bringt.

 

Ängste

Für den Referierenden, der nur die Präsenzlehre kennt, stellen sich im ersten Moment vermutlich erst einmal viele Fragen:

  • “Werde ich als ReferentIn vom Computer ersetzt?”
  • "Wie kann das mit dem E-Learning bzw. Blended Learning funktionieren?”
  • “Wie organisiere ich meine Veranstaltungen neu?”
  • “Wie soll ich das alles zeitlich schaffen?”

An diesem Punkt ist es natürlich wichtig, die Gedanken und Ängste der ReferentInnen zu besprechen und anzugehen. Naturgemäß ist es auch so, dass die Referierenden unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Die einen haben vielleicht schon mehr Erfahrungen mit digitalen Medien und sind dem Umschwung aufgeschlossener als Andere. Trotzdem können auch von diesen Personen aus Fragen aufkommen. Hier ist es wichtig, dass ruhig an das neue Format herangetreten und niemand mit zu vielen Neuigkeiten überfällt und verschreckt wird.

Dass die ReferentInnen durch den Einsatz von Onlinelehre ersetzt werden entspricht in keinem Fall der Realität. Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall.

Sieht man in der Onlinelehre den Punkt der Förderung von Kompetenzen im Fokus, dann rückt der Mensch weiter in das Zentrum der zukünftigen Ausbildung. Nur er kann durch gezieltes Feedback einen Lerneffekt und Zuwachs von Kompetenzen der Lernenden erreichen.

 

Herausforderungen

Wichtig für dich wird es sein, einen einfachen Einstieg in die neue Materie zu bekommen.

Zu Beginn ist es einfach, wenn man sich zusammen mit einem Experten nach und nach der neuen Möglichkeiten annähert. So wird verhindert, von der Gesamtheit der Funktionen erschlagen zu werden.

Hilfreich ist hierbei ist es die neuen Onlinewerkzeuge von kompetentem Personal vorgeführt zu bekommen. Aber auch die ReferentInnen selbst sollen unter professioneller Anleitung den Einsatz testen. So wird schnell die innere Barriere fallen. Wenn die ReferentInnen sehen, wie einfach Dinge umzusetzen sind, steigt auch die Motivation sich selbst mit dem neuen Thema auseinander zu setzen.

Den meisten ReferentInnen werden bei einem Umstieg noch die Kompetenzen, Techniken und Organisationsstrukturen des digitalen Lernens fehlen. Hierbei ist es ganz wichtig, die ReferentInnen nicht alleine stehen zu lassen, sondern ihnen technische und didaktische Unterstützung beim Aufbau der neuen Kurse zu geben. So wird die innere Blockade schnell fallen und ab diesem Zeitpunkt werden die ReferentInnen auch bereit sein, die neuen Möglichkeiten zu nutzen.

 

Chancen

Neben den Ängsten und Herausforderungen, die so ein großer Umstieg mit sich bringen, eröffnen sich aber auch neue Möglichkeiten. Diese positive Seite darf man auf keinen Fall außer Acht lassen. Und dabei gelten die Vorteile nicht nur für die Lernenden, sondern auch für die ReferentInnen der Kurse.

Richtig konzipiert, können die Onlinephasen der Blended Learning Kurse die Präsenzphasen deutlich entlasten, so dass Raum für das Wesentliche frei wird. Dabei ist es wichtig, dass man die beiden Phasen gut miteinander verbindet. Nachfolgend können die ReferentInnen in den Präsenzphasen den Fokus auf ganze andere Dinge setzen und die Arbeit vor Ort deutlich effizienter gestalten.

Der neue Kursaufbau ermöglicht zudem mehr Flexibilität und Möglichkeiten des Zeitmanagementes. Es ist nicht mehr wichtig, dass man seine Aufgaben zu bestimmten Zeiten und parallel zu den anderen Lernenden bearbeitet. Jeder KursteilnehmerInnen kann sich die Bearbeitungszeiten der Aufgaben, im Rahmen der Aufgabenstellung und des vorgegebenen Zeitraum, frei einteilen. So können Beruf und Weiterbildung optimal unter einen Hut gebracht werden. Zudem können bestimmte Kurse beispielsweise auch in Webinaren abgehalten werden. Das spart allen Teilnehmern Zeit und auch Kosten, wenn sie nicht alle zu einem Seminar an einen bestimmten Ort anreisen müssen.

 

Natürlich bringt ein Blended Learning Format viele Vorteile mit sich. Man darf aber nicht vergessen, bei der Umstellung die Gedanken und Ideen der ReferentInnen zur berücksichtigen. Sie sind es am Ende, die die Kurse umsetzen. Letztendlich müssen alle Parteien vom neuen Format überzeugt sein und mit Freude an einer zukunftsfähigen Ausbildung arbeiten.

Als Referent ist es dabei vor allem wichtig, sich nicht vor dem Neuen zu verschließen. Auch wenn es im ersten Moment viel “Neuland” mit sich bringen wird, gibt es auch viele positive Dinge, die eine Umstellung von der reinen Präsenzlehre zum Blended Learning ermöglicht.

Ganz wichtig ist, dass beide Seiten offen miteinander reden und die Umstellung zusammen angehen.

 

Schon im Oktober 2015 haben wir uns mit dem Thema beschäftigt und die Herausforderungen erörtert. Damals unterhielten sich Dr. Frank Vohle von Ghostthinker, und Michael Werner vom Bayerischen Handballverband (BHV) in einem Webinar über den Umstieg des BHV zum Blended Learning Format. Dieses interessante Video kann man sich weiterhin jederzeit auf Youtube anschauen.

Das Whitepaper und weitere Informationen zu diesem Webinar gibt es auf www.ghostthinker.de

 

Wie ist deine Meinung zum Thema?
or welchen Herausforderungen standest du beim Umstieg auf Blended Learning? Oder arbeitest du sogar schon mit Blended Learning? Erzähle uns von deinen Erfahrungen in der Kommentaren unter diesem Beitrag.

Über die AutorIn

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Stephan Ebisch

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